Sie haben Fragen rund um die wissenschaftliche Wirksamkeit
unseres Konzeptansatzes Mehrwert Achtsamkeit?

Unser wissenschaftliches Team rund um Max Jacobsen steht Ihnen gerne zur Verfügung  – nehmen Sie mit uns Kontakt auf: m.jacobsen@mehrwert-achtsamkeit.de.

Unser Ansatz Mehrwert Achtsamkeit:

  • ist langjährig praxiserprobt
  • wird im Arbeitsalltag integriert
  • wird branchenübergreifend geschätzt
  • stärkt die Beziehungskompetenz in der Führung
  • verbessert die Entscheidungsfähigkeit
  • unterstützt das Miteinander
  • ist weltanschaulich neutral & wissenschaftlich fundiert

FRAGE

Ist der Mehrwert Achtsamkeit eine Wunderpille für alles?

ANTWORT

Nein – sicherlich nicht, es gibt eindeutige Grenzen von Achtsamkeit. Jedoch erleben wir durch die kultivierte Integration von Achtsamkeit in der Organisation nach unserem Konzept, dass viele Führungskräfte und Mitarbeiter Ihre emotionale Fitness für ein wert-schätzendes und zufriedenes Miteinander stärken und  erneuern können. Mit diesem freigelegten Potential
ist Wachstum nicht zu verhindern. 🙂
Achtsamkeit (engl. mindfulness) ist eine Haltung und Methode zugleich, die ihre Stärke aus dem gegenwärtigen Augenblick nährt.

Achtsamkeit bedeutet deshalb, im Hier und Jetzt zu sein. So kann man mit sich selbst wohlwollend und achtsam in Kontakt sein, um offen wahrzunehmen, was gerade passiert ohne es zu bewerten. Aus dieser Präsenz heraus können wir erkennen, wie unser Verhalten durch Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen beeinflusst wird. Durch die Erweiterung unseres eigenen Blickwinkels und durch mehr Bewusstheit gewinnen wir die Chance, langjährige Gewohnheiten, Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und können so aus unbewussten Stressmustern und Reaktionsweisen aussteigen.

Führung bedeutet Menschen in Bewegung bringen und in Verbindung sein.

Führung beinhaltet deshalb (natürlich je nach Situation und Unternehmen/Organisation) eine Vielzahl von Kompetenzen, um beispielsweise gemeinsam Ziele zu erreichen, Mitarbeiter zu fördern, Teams zu koordinieren und Ergebnisse nachzuhalten.

Erfolgreiche und nachhaltige Führung setzt auf unterschiedliche Perspektiven: sie richtet den Blick auf die aktuellen Themen und bezieht auch die zukünftigen Anforderungen und Entwicklungen mit ein. Führungskompetenzen brauchen deshalb neben einer guten Übersicht und Planung auch die inspirierende Umsetzung und die immer wieder ehrliche Reflexion, um aus den gemachten Erfahrungen zu lernen.

Dabei spielen die Führungskräfte eine zentrale Rolle – sie sind Schwungrad jedes Unternehmens und jeder Organisation. Führungskräfte stehen heute meist vor der Herausforderung, viele komplexe Themen in kürzester Zeit bewältigen zu müssen. Sie sollen Situationen schnell und gut beurteilen, Entscheidungen treffen und handeln. Mit welcher Klarheit sie beobachten und emotional und kognitiv einschätzen, bestimmt die Wirksamkeit ihrer Handlungen.

Das Kennenlernen der Führungskompetenz Achtsamkeit ermöglicht Führungskräften eine exzellente Chance das eigene Handeln, Denken und somit ihr Verhalten zu reflektieren. Damit gelingt es, wertvolle Ressourcen wieder zu entdecken: die eigene Werte-Basis, nicht genutzte Stärken oder unbewusste nicht förderliche Reaktionsweisen sichtbar zu machen. Mit der Einübung von Achtsamkeit gewinnen Führungskräfte eine stärkere Offenheit gegenüber neuen Situationen, erweitern ihre Flexibilität und Lösungsorientierung und gewinnen durch einen erweiterten Blickwinkel mehr Übersicht über das eigene Handeln und damit auch einen intensiveren Kontakt zu ihren Mitarbeitern. Handlungsspielräume werden wieder zurückgewonnen.

Emotionale Kompetenzen (wie Daniel Goleman sie beschreibt) z.B. Selbstwahrnehmung, Empathie, Motivation oder Emotionsregulierung sind mit Achtsamkeit nachweislich trainierbar.

Studien haben gezeigt, dass es Meditierenden leichter fällt sich zu konzentrieren, die Konzentration länger zu halten und schneller zu bemerken, wenn sie den Fokus verlieren.  Diese erhöhte Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeitssteuerung hängt mit einer höheren Aktivität und Dichte grauer Substanz im anterioren cingulären Cortex und im präfontalen Cortex bei Meditierenden zusammen.

Meditation verbessert außerdem die Gedächtnisleistung. Dem Hippocampus wird eine besondere Funktion bei Gedächtnisprozessen zugeschrieben und auch in diesem Gehirnareal zeigen Meditierende eine höhere Dichte grauer Substanz.

(Chiesa et al., 2010; Hölzel et al., 2011; Zeidan et al., 2010)

Durch Meditation lernt man, seine Gedanken achtsam zu beobachten und nicht direkt zu einer unkontrollierten affektiven Reaktion überzugehen. Diese emotionalen Lernprozesse werden vom orbitofrontalen Cortex gesteuert, welcher bei Meditierenden eine größere Dichte aufweist, was zur Folge hat, dass weniger emotionaler Stress ausgelöst wird. Es ist also möglich durch Meditation die automatischen Reaktionen auf Situationen umzuprogrammieren und achtsamer und bewusster zu reagieren.

Der anteriore cinguläre Cortex (ACC) weist bei Meditierenden ebenfalls eine höhere Dichte grauer Substanz auf. Der ACC spielt eine entscheidende Rolle bei Prozessen der Selbststeuerung, also der Fähigkeit, unsere Aufmerksamkeit und unser Verhalten sinnvoll zu steuern, unangemessene Reflexreaktionen zu unterdrücken und flexibel von einer Strategie zur anderen umzuschalten.

(Fox et al., 2014; Hölzel et al., 2007; Luders et al., 2009)

Durch übermäßigen Stress verkleinert sich der Hippocampus, der wie die Amygdala Teil des limbischen Systems ist und unter anderem zuständig für die Regulierung emotionaler Reaktionen. Die Verkleinerung des Hippocampus kann emotionales Ungleichgewicht bis hin zu Depressionen zur Folge haben. Aufgrund der verbesserten Stressregulation und verminderten Cortisol-Ausschüttung durch Meditation vergrößert sich die graue Substanz des Hippocampus. Die stärkere Aktivität im Hippocampus und die geringere Aktivität der Amygdala führen dazu, dass Situationen weniger irrational beurteilt werden und die Emotionsregulation verbessert wird, was zu einer höheren emotionalen Stabilität führt. Zusätzlich zeigt sich bei Meditierenden eine erhöhte Aktivität im linken Frontalkortex. Dieses Hirnareal sorgt für Ausgeglichenheit, emotionales Gleichgewicht und eine optimistische Einstellung.

(Hölzel et al., 2010; Hölzel et al., 2011; Brown & Ryan, 2003; Howells et al., 2014)

Die Zunahme der grauen Substanz im Hippocampus, die mit einer besseren Gedächtnisleistung assoziiert ist und die erhöhte Aktivität im Neocortex steigern die Kreativität.

(Baas et al., 2014; Sawyer, 2011)

Normalerweise lässt die kognitive Gedächtnisleistung mit dem Alter nach. Wie oben ausgeführt können wir die Areale, die für Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit zuständig sind, durch Meditation allerdings stärken. So nimmt normalerweise die Dichte der Großhirnrinde mit dem Alter ab. Bei Langzeit-Meditierenden wurde jedoch festgestellt, dass das Volumen der Großhirnrinde bis zu 5 Prozent dicker ist als bei einer Kontrollgruppe. Vor allem bei Meditierenden zwischen 40 und 50 Jahren zeigte sich ein beeindruckender Effekt. Das Volumen der grauen Masse im präfrontalen Cortex entsprach dem Volumen eines 25-Jährigen.

(Gard et al., 2014; Lazar et al., 2005; Marciniak et al., 2014)

Bei einer Stressreaktion wird in der Nebennierenrinde das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet. Wird bei zu viel Stress vermehrt Cortisol freigesetzt hat dies starke negative Auswirkungen, zum Beispiel auf das Immunsystem, den Herzkreislauf, die geistige Gesundheit und die Gedächtnisleistung.

Wissenschaftliche Studien konnten nachweisen, dass durch Meditation zum einen die Produktion von Cortisol im Körper gesenkt wird und zum anderen das Stress- und Angsterleben vermindert wird. Dieses verminderte Stress- und Angsterleben zeigt sich in der abnehmenden Dichte der grauen Substanz in der Amygdala. Sie ist Teil des limbischen Systems und steuert unter anderem die emotionale Bewertung von Situationen und ist mit der Empfindung von Furcht assoziiert.

Das verminderte Stresserleben hat enorme positive Auswirkungen auf unseren Körper.

(Brand et al., 2012; Hölzel et al., 2010; McEwen & Gianaros, 2011)

Durch die verringerte Cortisol-Ausschüttung und somit das verminderte Stressempfinden verbessert sich allgemein das Immunsystem. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Meditation die linke Gehirnhälfte, die mit einem gestärkten Immunsystem assoziiert ist.

(Davidson et al., 2002)

Meditation hat sogar Einfluss auf unsere Gene und hemmt die Proteinproduktion von entzündungsfördernden Genen und aktiviert die Produktion von entspannungsfördernden Genen. Das führt zum einen zu einer Reduzierung von Zellveränderungen durch Schutz der Chromosomen-Enden, verhindert die Symptome von chronischen Entzündungen und verlangsamt den Alterungsprozess.

(Creswell et al., 2012; Fang et al., 2010; Jacobs et al., 2010; Luders et al., 2015)

Vor allem die emotionale Verarbeitung von Schmerzen wird durch Meditation beeinflusst, die Wirkung von Meditation auf unser Schmerzempfinden ist effektiver als die Wirkung von Schmerztabletten. Die Schmerzareale im Gehirn, wie der primäre somatosensorische Cortex, werden während der Meditation heruntergefahren und die Schmerzintensität reduziert sich um 40 Prozent, bei Morphium liegt die Reduktion nur bei 25 Prozent.

(Gard et al., 2011; Zeidan et al., 2011; Zeidan et al., 2012)

Verschiedene Studien konnten zeigen, dass sich durch Meditationspraxis der Blutdruck senken lässt. Eine Studie hat ergeben, dass durch regelmäßiges meditieren der Blutdruck sogar um bis zu 12 Prozent gesenkt werden konnte.

(Carlson et al., 2007; Hughes et al., 2013)

Herzkranke die meditieren haben eine 48 Prozent niedrigere Wahrscheinlichkeit einen Herzinfarkt zu erleiden. Die Gründe hierfür sind die bessere vegetative Regulation, niedrigerer Bluthochdruck und weniger Stress.

(Ray et al., 2014; Schneider et al., 2012)

Stress ist außerdem eine Ursache für einen zu hohen Cholesterinwert. Eine Studie konnte zeigen, dass der Cholesterinwert nach einem Jahr Meditation um 30 mg/dl sinken kann, was mehr ist, als mit Medikamenten erreicht werden kann.

(Cooper et al., 2012)

Diese höhere emotionale Stabilität und die optimistischere Einstellung könnten Ursachen für die positive Effektstärke von Meditation bei der Behandlung von Depression sein. Etwa 5% der Deutschen zwischen 18 und 65 Jahren leiden unter Depressionen und der Gebrauch von Antidepressiva ist in Deutschland zwischen 2000 und 2010 um das Doppelte gestiegen. Mehrere Studien konnten zeigen, dass Meditation bei der Behandlung von Depressionen genauso effektiv ist wie die Behandlung mit Antidepressiva.

(Kuyken et al., 2015; Masuda & Tully, 2012)

Neurowissenschaftliche Forscher haben also herausgefunden, dass der Körper bei regelmäßigem Meditieren weniger Cortisol ausschüttet, welches wichtige Bereiche in unserem Gehirn angreift und dauerhaft schädigen kann. Zugleich werden Areale im Gehirn gestärkt, die unsere Wahrnehmungen, Empfindungen und kognitiven Fähigkeiten positiv beeinflussen. Wenn durch Meditation Stress vermindert wird, geht es einem nicht nur psychisch besser, sondern man wird auch körperlich gesünder und kognitiv leistungsstärker.
Die Effekte von Meditation auf den Körper sind schnell spürbar. So sind bereits nach 8 Wochen, mit einer durchschnittlichen Übungsdauer von 27 Minuten am Tag, Veränderungen im Gehirn messbar. Diese positiven Veränderungen scheinen auch keine Grenze zu kennen, denn selbst bei Studienteilnehmern mit 54000 Stunden Meditationserfahrung waren immer noch wachsende Gehirnveränderungen messbar.

(Brefczynski-Lewis et al., 2007; Hölzel et al., 2011; Lazar et al., 2005)

Der Mindfulness-Research-Guide hält eine große Anzahl und Auswahl von wissenschaftlichen Studien auf dem aktuellen Stand für Forscher und Anwender bereit.  https://goamra.org/

Worin liegt der Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl? Wie trainierbar sind Eigenschaften wie Empathie und wie verändert sich das Gehirn durch mentales Training? Die deutsche Neurowissenschaftlerin und Psychologin Tanja Singer arbeitet mit einem Team dazu an einem einmaligen Forschungsprojekt. Dazu gibt es ein umfangreiches kostenloses eBook, das einen unglaublichen Einblick in diese spannende Welt ermöglicht. www.compassion-training.org

Wie Meditation unser Gehirn und unsere Wahrnehmung verändert erfahren Sie von Dr. Ulrich Ott (Autor des Bestsellers „Meditation für Skeptiker“) in einem kurzen Videoclip.

Eine Unternehmenskultur besteht aus Werten, Wissen und dem stimmigen Verhalten der Mitarbeiter und Führungskräften dazu. Dies bedeutet, dass die Kultur einem ständigen Veränderungsprozess ausgesetzt ist, da sich durch externe und interne Entwicklungen (z.B. Generationenwechsel) immer wieder neue Anforderungen ergeben. Neben Leitbildern, Unternehmenswerten und Prinzipien zu Führung und dem gemeinsamen Miteinander (Zusammenarbeit) bleibt eine Herausforderung: wie kann die Verbundenheit aller Mitarbeiter im Unternehmen nachhaltig gefördert und authentisch entwickelt werden?
Achtsamkeit bietet in diesem Zusammenhang einen sehr pragmatischen wie innovativen Chance an: ehrliche Zuwendung zur jeweiligen Situation (z.B. Bestandsaufnahme), das Ergründen eines Plans (z.B. die Vision), die Kultivierung von förderlichen Haltungen in Bezug auf die eigenen Werte sowie die Möglichkeit neue Ansätze entstehen zu lassen (z.B. Lernen als Bestandteil der Unternehmenskultur).

Insbesondere die Qualitäten von Achtsamkeit wie Vertrauen, Offenheit, Akzeptanz, Geduld, Entdecker-Geist können im achtsamen Miteinander einen wichtigen Bestandteil zur Unternehmenskultur beitragen. Dies ist besonders in Veränderungsprozessen sehr förderlich und hilfreich.

JUSTUS LUDWIG

MEHRWERT ACHTSAMKEIT

„Mit der Basiskompetenz Achtsamkeit heben Sie Ihr Potential für nachhaltige Zufriedenheit, wertschätzende Führung und eine sinnstiftende, gesunde Unternehmenskultur – wissenschaftlich basiert.“